YOGA UND VERBUNDENHEIT

Das Wort Yoga Stammt von der Wurze yuj, Anjochen, Anschirren und bedeutet so viel wie Verbinden oder Vereinigen, womit hier die Vereinigung mit dem Göttlichen gemeint ist.

Wenn wir „das Göttliche“ nicht als getrennt von der Welt verstehen, sondern die Welt als Ausdruck des Göttlichen, bedeutet Yoga letztlich, eins mit der Welt zu werden.

Die Erfahrung von Verbundenheit beginnt in der Beziehung zu uns selbst und wird uns schon früh im Leben von wichtigen Bezugspersonen vermittelt. Ein wesentliches Grundprinzip des Lebens ist der der Dialog, die Pulsation. So stehen wir und unser Selbst in einem ständig pulsierenden Austausch mit der Welt. Martin Buber findet für diesen Dialog der Selbst-Erkenntnis die folgenden schönen Worte: „Der Mensch wird am Du zum Ich“.

Wenn wir Yoga üben, klingt das zunächst nach Asanas auf der Matte. Yoga ist aber noch mehr. Bei Patanjali finden wir vier zentrale Qualitäten, die sowohl vom Weg der Verbindung mit uns selbst als auch mit anderen Menschen und allen Aspekten der Welt erzählen:  Maitri (Freundlichkeit, Liebe), Karuna (Mitgefühl), Mudita (Begeisterungsfähigkeit) und Upeksha (Geduld). Sie helfen dabei, in Kontakt zu kommen und zu bleiben – mit was oder wem auch immer. Sie helfen uns dabei, „anzujochen“ und einen Weg der Verbundenheit zu finden.

An diesem Abend wollen wir unserer inneren und äußeren Verbundenheit, jenseits des persönlichen Nutzens, nachspüren. Wir erforschen die „fantastischen vier“: Wie ist deine Beziehung zu diesen Qualitäten? Welche Erfahrung verbindest du mit ihnen? Wie verändert sich dein Blick auf die Welt, wenn du die Perspektive dieser Qualitäten einnimmst?

Der Abend wird von Pia  Witthöft geleitet.
Du bist herzlich willkommen!